Leitung: Prof. Dr. Andreas Neidel

Arbeitskreis Bauteilmetallographie

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Die Bauteilmetallographie als Sonderform metallographischer Untersuchungen vor Ort ermöglicht zerstörungsfrei Gefügebestimmungen und Oberflächenuntersuchungen unter Vermeidung reparaturauslösender Probenentnahmen an betrieblichen Anlagen und Bauteilen. Schleifen, Polieren und Ätzen erfolgen mit tragbaren Geräten direkt am Bauteil, die Gefügebeurteilung am Aufsatzmikroskop oder über Abdrucktechniken.

Die Bauteilmetallographie als Sonderform metallographischer Untersuchungen vor Ort ermöglicht zerstörungsfrei Gefügebestimmungen und Oberflächenuntersuchungen unter Vermeidung reparaturauslösender Probenentnahmen an betrieblichen Anlagen und Bauteilen. Schleifen, Polieren und Ätzen erfolgen mit tragbaren Geräten direkt am Bauteil, die Gefügebeurteilung am Aufsatzmikroskop oder über Abdrucktechniken.

Die wesentlichen Vorteile der Bauteilmetallographie liegen in der nahezu uneingeschränkten Einsatzmöglichkeit, der schnellen Verfügbarkeit des Untersuchungsergebnisses vor Ort und der Wirtschaftlichkeit des Verfahrens.

Der Fachausschuss Materialographie (früher Metallographie) befasst sich seit 1983 mit der Thematik Eine Umfrage anlässlich der Materialographie-Tagung in Göttingen ergab ein reges Interesse, so dass im Jahr 1984 im Rahmen eines Erfahrungsaustausches mit ca. 90 Anwendern aus Forschung, Überwachungsvereinen und Industrie eine Bestandsaufnahme erfolgte. Hierbei zeigte sich, dass eine Verknüpfung von Bauteilmetallographie und speziellen Untersuchungsthemen (z. B. Restlebensdauerabschätzung) ebenso wie die Ausarbeitung einer allgemein gültigen Rezeptur nicht Aufgabe des AK sein konnte. Vielmehr wurde die Schaffung einer "Grundausbildung" in Form eines Fortbildungspraktikums gefordert, in dem die bestehenden gerätetechnischen Möglichkeiten bzw. die üblichen Arbeitstechniken aufgezeigt werden und über bewährte Arbeitserfahrungen berichtet wird.

Dieses Praktikum fand von 1986 bis 2002 unter der Leitung von K. Dieser, U. Wesseling und M. Schwarz jährlich statt und hat den insgesamt 170 Teilnehmern Gelegenheit geboten, die einzelnen Arbeitsschritte von der Präparation bis zur Auswertung aus den typischen Anwendungsbereichen - Qualitätskontrolle, Schadensuntersuchung und Kontrolle von Gefügeveränderungen mit der Betriebszeit - zu erproben und für das eigene Aufgabengebiet zu optimieren. Die Diskussionsbeiträge bestätigten darüber hinaus die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und die zunehmende Anwendung dieser Untersuchungsmethode.

Seit Herbst 2007 an wird dieses Praktikum in den Räumen der BAM in Berlin erneut angeboten. Das bewährte Grundkonzept wird beibehalten, eine neue Gruppe von Dozenten wird aus ihrer vielfältigen Erfahrung anhand von konkreten Beispielen berichten. Darüber hinaus würde sich der Arbeitskreis über weitere Anregungen und Mitarbeit freuen und ggf. den Themenkreis erweitern.

 
Ziele:
  • Verbesserung von Präparationstechnik und Untersuchungsmethoden für Qualitätskontrolle, Anlagenüberwachung und Schadensuntersuchung
  • Erarbeiten und Aufzeigen von weiteren Einsatzmöglichkeiten
  • Mitarbeit an Prüfvorschriften
  • Fortbildungspraktikum
 
 
Leitung:
Prof. Dr.-Ing. Andreas Neidel
Leiter Werkslaboratorien
Gasturbinenwerk Berlin
Huttenstraße 12
D-10553 Berlin
TeleFon: +49-30-3461-2857
TeleFax: +49-30-3461-2118
Email: andreas.neidel(at)siemens.com
 
 
Bild des Benutzers Michael Engstler
Erstellt
am 16.09.2016 von
Michael Engstler